Die Sansibar Inseln – Unguja, Pemba & Mafia
- Ute Geißler

- 29. Nov. 2025
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Mai

Welche Insel passt zu Ihnen und wie lässt sich Sansibar mit Safari in Tansania kombinieren?
Die Sansibar-Inseln sind für viele Reisende der perfekte Abschluss nach einer Safari in
Tansania. Weiße Strände, historische Orte, türkisfarbenes Wasser und eindrucksvolle
Natur machen Sansibar aber längst nicht nur zu einem Badeziel. Wer eine Tansania
Rundreise mit Sansibar plant, stellt sich meist dieselben Fragen: Welche Sansibar-Insel
ist die richtige? Kann man auf Sansibar Safari machen? Und wie gut lässt sich
Sansibar mit einer Safari in Tansania verbinden?
Genau darum geht es in diesem Artikel. Wir zeigen die Unterschiede zwischen Unguja,
Pemba und Mafia, erklären, welche Naturerlebnisse auf den Inseln möglich sind, und
geben einen Überblick, welche Safari ab Sansibar sinnvoll ist.
Mehr über unsere Reise lesen Sie in unserem Reisebericht Tansania – Wo Natur, Kultur
Kann man auf Sansibar Safari machen?
Ja, man kann auf Sansibar Safari machen – allerdings anders als auf dem tansanischen
Festland. Wer an eine klassische Big-Five-Safari in Tansania denkt, wird diese direkt auf Sansibar nicht finden. Stattdessen geht es auf den Inseln um Naturerlebnisse an Land und im Meer.
Dazu gehören auf Unguja, der Hauptinsel Sansibars, der Jozani-Chwaka-Bay-
Nationalpark, Schnorchelausflüge, Delfintouren und Bootstouren im Rahmen einer Blue
Safari auf Sansibar. Inseln wie Mafia Island sind zusätzlich für ihre geschützten marinen Lebensräume bekannt und besonders spannend für alle, die Meer, Ruhe und Natur verbinden möchten.
Unguja – die Hauptinsel von Sansibar
Wenn von „Sansibar“ gesprochen wird, ist meistens Unguja gemeint. Hier befinden sich
Stone Town, die bekanntesten Strände, viele Hotels, Gewürzfarmen und mit Jozani auch
das wichtigste Naturgebiet der Insel. Genau diese Mischung macht Unguja für viele zur
besten Wahl, wenn sie Sansibar zum ersten Mal besuchen.
Zu den bekanntesten Strandregionen auf Unguja gehören:
Nungwi und Kendwa im Norden
Matemwe und Kiwengwa im Nordosten
Paje und Jambiani an der Ostküste
Jede Region hat ihren eigenen Charakter. Wer klassisches Strandgefühl sucht, ist im
Norden oft richtig. Wer entspannte Küstendörfer, lange Spaziergänge oder Kitesurfen
mag, schaut eher an die Ostküste.
Stone Town – UNESCO-Welterbe und kulturelles Herz von Sansibar
Stone Town auf Sansibar ist weit mehr als nur ein Zwischenstopp vor dem Strandurlaub. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und ist eines der spannendsten kulturellen Highlights der Insel. Enge Gassen, alte Häuser, Märkte und die berühmten geschnitzten Holztüren prägen das Stadtbild bis heute.
Uns haben vor allem diese historischen Türen beeindruckt, weil sie Stone Town ihren
ganz eigenen Charakter geben. Wer die Stadt wirklich verstehen möchte, sollte Stone
Town am besten mit einem Guide erkunden. Gerade Architektur, Geschichte und die
vielen kleinen Details werden dadurch deutlich greifbarer.
Jozani-Chwaka-Bay-Nationalpark – die Naturseite von Sansibar
Wer sich fragt, ob es auf Sansibar auch Tiere und ursprüngliche Natur gibt, findet im
Jozani-Chwaka-Bay-Nationalparkdie beste Antwort. Der Park ist der einzige
Nationalpark Sansibars und bekannt für den Roten Colobus-Affen, der nur hier
vorkommt. Dazu kommen Mangroven, geschützte Waldflächen und gut zugängliche
Naturpfade.
Der Jozani Forest auf Sansibar ist damit eines der wichtigsten Ausflugsziele für alle, die
neben Strand und Meer auch die grüne Seite der Insel erleben möchten.
Blue Safari auf Sansibar – Delfine, Rochen und Korallenriffe
Ein wichtiger Teil vieler Sansibar Reisen sind die Naturerlebnisse auf dem Wasser.
Besonders beliebt sind Blue Safaris auf Sansibar, bei denen Bootstouren, Sandbänke,
Schnorchelstopps und Riffe miteinander kombiniert werden.
Wir haben das Schwimmen mit Delfinen und das Schnorcheln selbst im Oktober erlebt –
und genau das war für uns eines der eindrucksvollsten Erlebnisse der Reise. Delfine aus
nächster Nähe zu sehen, Rochen durch das Wasser gleiten zu beobachten und zwischenKorallen unzählige bunte Fische zu entdecken, macht Sansibar zu viel mehr als einem reinen Strandziel.
Wer Schnorcheln auf Sansibar, Delfintouren auf Sansibar oder entspannte
Bootsausflüge sucht, findet auf Unguja viele Möglichkeiten.
Pemba – die grüne und ruhige Alternative
Pemba Island ist stiller, grüner und ursprünglicher als Unguja. Die Insel ist deutlich
weniger touristisch geprägt und wirkt abgeschiedener. Gerade das macht sie für viele
Reisende so spannend. Wer neben den bekannteren Seiten von Sansibar noch ein
ruhigeres und natürlicheres Inselgefühl sucht, sollte Pemba genauer anschauen.
Highlight auf Pemba: das Underwater Room im The Manta Resort
Ein außergewöhnliches Erlebnis auf Pemba ist das Underwater Room im The Manta
Resort. Die Kombination aus Ruhe, Natur und exklusivem Aufenthalt macht diesen Ort
besonders.
Was das Erlebnis so besonders macht:
Schnorcheln und Tauchen direkt vom Zimmer aus
Die Unterwasserwelt aus unmittelbarer Nähe erleben
Absolute Ruhe und viel Privatsphäre genießen
Naturinteressierte können auf Pemba außerdem nach dem Pemba-Flughund suchen,
einer endemischen Flughund-Art, die nur hier vorkommt. Wir selbst haben ihn allerdings
nicht gesehen.
Mafia – Marine Park, Ruhe und ideal für Südtansania
Mafia Island ist besonders interessant für Reisende, die Meer, Ruhe und Naturschutz
miteinander verbinden möchten. Anders als Unguja steht hier weniger das klassische
Strandresort-Gefühl im Mittelpunkt, sondern vielmehr die Unterwasserwelt, Mangroven,
geschützte Meeresgebiete und eine ruhige, ursprüngliche Atmosphäre.
Gerade Mafia ist ein starker Kombipartner für Safaris im Süden. Die Insel lässt sich gut
mit dem Nyerere-Nationalpark verbinden und ist deshalb besonders spannend für alle, die Südtansania und Sansibar kombinieren möchten.
Beste Reisezeit für Sansibar und die Kombination mit Safari
Die beste Reisezeit für Sansibar hängt davon ab, ob der Fokus stärker auf Strand, Meer
oder einer Kombination aus Insel und Safari liegt. Wir selbst waren im Oktober auf
Sansibar und haben diese Reisezeit als sehr angenehm erlebt – ideal für Strandtage,
Ausflüge und Erlebnisse im Meer.
Wer Sansibar und Safari in Tansania kombinieren möchte, sollte die Reisezeit
gemeinsam mit der Route auf dem Festland planen. Je nachdem, ob der Fokus auf dem.
Northern Circuit, dem Süden Tansanias oder mehreren Regionen liegt, können sich die
besten Monate leicht unterscheiden.
Passend dazu: Unsere ultimative Packliste für Tansania.
Ist eine Safari ab Sansibar möglich?
Ja, eine Safari ab Sansibar ist sehr gut möglich und für viele Reisende sogar einer der
sinnvollsten Reisebausteine. Je nach verfügbarer Zeit kommen unterschiedliche Parks
infrage.
Besonders gut machbar sind:
Mikumi-Nationalpark ab Sansibar
Nyerere-Nationalpark ab Sansibar
südliche Kombinationen mit Mikumi, Nyerere und Ruaha-Nationalpark
Diese Parks lassen sich meist gut per Flug erreichen und sind deshalb ideal, wenn nach
einigen Strandtagen noch ein kurzer Safari-Teil eingeplant werden soll.
Für den Northern Circuit in Tansania geht es in der Regel zunächst nach Arusha. Von
dort aus lassen sich je nach verfügbarer Zeit der Arusha-Nationalpark, der Tarangire-Nationalpark, der Ngorongoro-Krater oder – bei mehr Zeit – die Serengeti bereisen.
Wie lange sollte eine Safari ab Sansibar dauern?
Die ideale Dauer einer Safari von Sansibar aus hängt stark davon ab, welche Region Sie
sehen möchten.
1 Tag Safari ab Sansibar
Für eine Tagessafari ab Sansibar eignen sich vor allem Mikumi und Nyerere. Auch über
Arusha können kurze Safari-Bausteine sinnvoll sein, etwa im Arusha-Nationalpark oder im Tarangire-Nationalpark.
Safari ab 2 Tagen
Ab zwei Tagen werden mehrere Kombinationen interessant. Dazu gehören zum Beispiel
Tarangire und der Ngorongoro-Krater, eine kurze Northern-Circuit-Safari oder Nyerere und Mikumi im Süden.
Gerade Parks wie Tarangire und der Ngorongoro-Krater leben von der Kombination aus
Strecke, Landschaft und mehreren Pirschfahrten.
Serengeti ab Sansibar
Eine Serengeti-Safari ab Sansibar ist auch in zwei Tagen als Fly-in-Safari möglich, aber
eher exklusiv und kostenintensiv. Wirklich lohnend ist sie aus unserer Sicht eher ab vier
Tagen.
Während unserer Reise waren wir zwei Nächte in der Serengeti – ein echter Gänsehautmoment, wenn man nachts die Löwen brüllen hört.
Welche Safari passt zu Sansibar?
Wer Sansibar mit Safari kombinieren möchte, kann sich grob an dieser Einteilung
orientieren:
Bei wenig Zeit
Mikumi-Nationalpark
Nyerere-Nationalpark
Über Arusha
Arusha-Nationalpark
Tarangire-Nationalpark
Ab 2 bis 3 Tagen
Tarangire-Nationalpark
Ngorongoro-Krater
Northern Circuit Kurzsafari
Kombination aus Nyerere und Mikumi
Bei mehr Zeit
Serengeti
kompletter Northern Circuit
längere Safari-Kombinationen in Südtansania
Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag [Wie sieht ein typischer Safaritag aus?].
Was ist mit Prison Island?
Auch Prison Island bei Sansibar wird oft als Ausflugsziel genannt, vor allem wegen der
dort lebenden Riesenschildkröten. Wir selbst haben die Insel bewusst nicht besucht, weil uns der Ort in Bezug auf Tierhaltung nicht überzeugt hat.
Deshalb würden wir Prison Island nicht als persönliche Empfehlung hervorheben, sondern höchstens der Vollständigkeit halber erwähnen.
Fazit: Welche Sansibar-Insel passt zu wem?
Die Sansibar-Inseln sind deutlich vielseitiger, als viele vor der Reise erwarten.
Unguja passt zu Ihnen, wenn …
Sie Strände, Stone Town, Kultur und erste Naturerlebnisse miteinander verbinden
möchten.
Pemba passt zu Ihnen, wenn …
Sie Ruhe, Exklusivität und eine grünere, ursprünglichere Insel suchen.
Mafia passt zu Ihnen, wenn …
Sie Meer, Tauchen, Naturschutz und die Kombination mit Südtansania besonders
spannend finden.
Der große Vorteil: Sansibar lässt sich hervorragend mit Safari in Tansania
kombinieren. Besonders beliebt sind kurze Safaris nach Mikumi oder Nyerere, mit mehr
Zeit aber auch Routen über Arusha, in den Tarangire-Nationalpark, zum Ngorongoro-
Krater oder in die Serengeti.
Genau das macht Sansibar für uns so besonders: erst Safari, dann Inselurlaub – oder erst Inseln, dann Safari. In jedem Fall entsteht eine Reise, die weit mehr ist als nur Badeurlaub.
FAQ
Welche Sansibar-Insel ist die schönste?
Das hängt stark vom Reisetyp ab. Unguja ist ideal für die erste Sansibar-Reise, Pemba
für Ruhe und Exklusivität und Mafia für Meer, Natur und Tauchen.
Kann man Sansibar und Safari kombinieren?
Ja, Sansibar und Safari in Tansania lassen sich sehr gut kombinieren. Besonders beliebt
sind Safaris nach Mikumi, Nyerere, Tarangire, zum Ngorongoro-Krater und in die
Serengeti.
Welche Safari ist ab Sansibar am besten?
Für wenig Zeit sind Mikumi und Nyerere besonders gut geeignet. Wer mehr Zeit hat, kann über Arusha auch den Arusha-Nationalpark, Tarangire, den Ngorongoro-Krater oder die Serengeti einplanen.
Ist der Arusha-Nationalpark eine gute Ergänzung zu Sansibar?
Ja, vor allem wenn die Reise über Arusha startet oder endet. Der Arusha-Nationalpark
eignet sich gut als kürzerer Safari-Baustein im Norden Tansanias.
Wann ist die beste Reisezeit für Sansibar?
Das hängt von der Kombination aus Strandurlaub und Safari ab. Oktober haben wir
persönlich als sehr angenehm für Sansibar erlebt.



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